Tests

Einer von Vielen

Es gibt viele Möglichkeiten, den Grad der Barrierefreiheit von Internetseiten und Webanwendungen zu überprüfen. Eine der Möglichkeiten ist der BITV-Test des Projektes BIK-barrierefrei informieren und kommunizieren (Verzeichnis der Prüfschritte des BITV-Tests ). Er ist öffentlich verfügbar und detailliert dokumentiert. Da Transparenz uns wichtig ist, haben wir uns dazu entschieden, den BITV-Test zu verwenden, wenn wir Ihre Internetseiten auf Barrierefreiheit hin untersuchen. Zudem ist der BITV-Test sehr erfolgreich. Er hat sich in den letzten Jahren zu einem Quasi-Standard für barrierefreie Internetseiten entwickelt. Behörden des Bundes und der Länder, zahlreiche weitere Träger öffentlicher Gewalt, aber auch privatwirtschaftlich arbeitende Unternehmen, nutzen den BITV-Test und damit verbundene Beratungsmaßnahmen zur erfolgreichen Optimierung ihrer Internetseiten.

Der BITV-Test stützt sich auf die Verordnung des Bundes zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (http://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0/index.html ). Es ist kein automatisches Verfahren. Sein optimaler Einsatz setzt fundiertes Wissen und Erfahrung voraus. Anhand von 50 unterschiedlich gewichteten Prüfschritten wird durch Experten überprüft und präzise dokumentiert, an welchen Stellen IT-Angebote zugänglicher gestaltet werden könnten. Maximal können 100 Punkte erreicht werden. Eine Bewertung erfolgt nach diesem Schema:

  • 100 bis 95 Punkte: Sehr gut zugänglich
  • Weniger als 95 bis 90 Punkte: Gut zugänglich
  • Weniger als 90 bis 80 Punkte: Eingeschränkt zugänglich
  • Weniger als 80 Punkte: Schlecht zugänglich

Weiterführende Informationen finden Sie auf den Internetseiten des BITV-Tests unter www.bitvtest.de.

Tests von Anwendungssoftware

Ob Datenbank-Anwendung, Dokumenten-Management-System oder Software zum Schnitt von Audio- oder Video-Inhalten: Die Möglichkeiten zur Gestaltung von Anwendungen auf dem Desktop sind weit vielfältiger als im Web (obwohl der Bereich der Webanwendungen eindeutig mit Vollgas auf der linken Spur fährt).

Das Testen auf Barrierefreiheit solcher Anwendungen gestaltet sich zunächst daher komplizierter. Ein System aus Punkten wie beim BITV-Test erscheint nicht sinnvoll. Dennoch gibt es Standards und Richtlinien:

Basierend auf der DIN EN ISO 9241-171 sowie der EN 301 549 wird unter der Federführung von Detlef Girke ein Verfahren zur Prüfung von Anwendungssoftware auf Barrierefreiheit entwickelt. Das Verfahren soll Prüfungen dergestalt erleichtern, dass ein Katalog von Prüfschritten abgearbetet werden kann, während die Ergebnisse in einer Web-Anwendung festgehalten werden. Zu jedem Prüfschritt gibt es detaillierte Erläuterungen sowie Vorschläge zur praktischen Prüfung. Das Verfahren wird im Rahmen des Projekts BIT inklusiv entwickelt.

BITV-Consult bietet schon jetzt Prüfungen an, die die Kritierien der DIN EN ISO 9241-171, der EN 301 549 sowie der IBM Checkliste berücksichtigen. Kunden erhalten im Ergebnis ein Gutachten mit Empfehlungen zur Optimierung ihrer Anwendungen sowie eine Einschätzung des Grades der Barrierefreiheit.

Tests von PDF-Dokumenten

Für das Testen von PDF-Dokumenten existiert nun seit geraumer Zeit bereits das sogenannte Matterhorn-Protokoll. Im Rahmen von BIT inklusiv wurde der Text ins Deutsche übersetzt und dient als Basis für die Entwicklung eines Prüfverfahrens für PDF-Dokumente auf Barrierefreiheit. Es dient als Prüfanleitung zur Durchführung eines Tests auf Basis des Matterhorn-Protokolls. Ähnlich wie bei den Techniques des W3C zu den WCAG 2.0 (Web Content Accessibility Guidelines) reicht eine Checkliste allein nicht aus, um eine allgemeinverständliche Anleitung zum Prüfen von Inhalten zu erhalten. Es bedarf einer Reihe von Beispielen und Vorschlägen zur Prüfung, um ein Verständnis für den Sinn und Zweck von Prüfschritten vermitteln zu können. Darüber hinaus wird auch dieses Verfahren datenbankgestützte Erfassung von Ergebnissen ermöglichen sowie die automatisierte Generierung von Prüfberichten an Hand der zuvor erfassten Prüfergebnisse.

BITV-Consult bietet schon jetzt Prüfungen an, die die Kritierien der DIN ISO 14289-1 sowie des Matterhorn Protokolls berücksichtigen. Kunden erhalten im Ergebnis ein Gutachten mit Empfehlungen zur Optimierung ihrer PDF-Dokumente sowie eine Einschätzung des Grades der Barrierefreiheit.